Presse

Ein Spiel aus Blumen, Licht und Schatten

Borkener Zeitung, Bericht vom 6. Juni 2017

Die Pforten ihrer individuell gestalteten Gärten haben an Pfingsten elf Hobby-Gärtner geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich Anregungen zu holen.

So unterschiedlich die elf Gärten sind, deren Pforten am Samstag und Sonntag für zahlreiche Besucher geöffnet wurden, so unterschiedlich sind die Philosophien der Gartenbesitzer und damit die Gestaltung ihrer grünen Paradiese.

Dort hinein zu schnuppern, sich Anregungen zu holen, Tipps auszutauschen oder einfach nur die Pracht der Gärten zu bewundern, hatten sich Gäste aus Borken und Umgebung zum Ziel an Pfingsten gemacht. Die meisten der Besucher hatten sich sogar eine kleine Route zurechtgelegt, um mehrere Gärten anzusteuern.

Sammlung alter Bäume

Erstmals beteiligte sich Familie Wolter in Burlo mit ihrem 3000 Quadratmeter großen Garten an den offenen Gartentagen. Jörg und Grazyna Wolter wollten den Menschen ihre Baumsammlung präsentieren. „Auf der ursprünglichen Pferdewiese haben wir bedrohte Bäume aus der Liste „Baum des Jahres“ angepflanzt“, erklären die Besitzer. Holzapfel, Elsbeere, Feldahorn, Mammutbaum und viele andere seltene Arten gibt es da zu bestaunen. Die Stämme sind mit Drahtgittern vor Kaninchenfraß gesichert. Das muss hier draußen sein. Aber auch ein Gemüsegarten und ein japanischer Garten ist bei den Wolters zu finden. Gerne würde die Familie einen Baumlehrpfad für die Grundschüler erstellen. Sie bräuchte dafür aber die Unterstützung der Stadt, wie die Eheleute berichten.

„Blumen öffnen Türen und Herzen“

„Blumen öffnen Türen und Herzen“ ist das Motto von Annegret und Martin Lansmann in Borkenwirthe. Sie unterstützen durch den Verkauf von gespendetem Kuchen die Kinderkrebshilfe „Horizont“ in Weseke. „Bei Kaffee und Kuchen sollen die Gäste Gedanken austauschen“, sagt Lansmann. Schon in den vergangenen Jahren profitierte die Kinderkrebshilfe von der Gartenaktion. Ein festes Team habe sich etabliert, lobt er die vielen freiwilligen Helfer. Sein „Handtuch“-Garten, wie er sein kleines Paradies nennt, ist irgendwie gewachsen. Ein Landschaftsgärtner gab ihm dann den entscheidenden Tipp: Öffnung des Gartens zur Umgebung. „Jetzt kann man über die Felder schauen, die sich in den Garten integrieren“, erklärt er.

Essbare Stadt

Kleine Parzellen findet man beim Verein „Essbare Stadt“, der erstmals an den Gartentagen teilnahm. Obst, Gemüse und Kräuter werden hier von den 25 Mitgliedern geerntet. „Urban gardening aber ohne elitären Überbau“, wie Anna Lübbering erklärt, „das soll schließlich Spaß machen.“

Ganz anderes ist der „Schattengarten“ der Schönebergs. Über 100jährige Eichen wachsen am Haus der Hortensienliebhaber. Mühevoll haben sie ihren Sandboden verbessert. In einem Beet steht neben anderer Deko „Eugen“, ein Geschenk einer Berufsschulklasse an Mechtild Schöneberg.

Seine Augen leuchten in der Dunkelheit.
Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Entdeckung bunter Pflanzräume

Borkener Zeitung, Bericht vom 5. Mai 2016

Der Frühling ist da und die Natur zeigt sich von ihrer schönen Seite. Bei den Borkener Gartentagen gibt es in diesem Jahr eine noch größere Auswahl an Zielen als in den vergangenen Jahren. Insgesamt 15 Besitzer öffnen die Tore zu ihren grünen Oasen.

Besucher der Borkener Gartentage haben in diesem Jahr eine noch größere Auswahl an Zielen als in den vergangenen Jahren: Erstmalig sind am 4. und 5. Juni in der Zeit von 11 bis 18 Uhr 15 Gärten für Besucher geöffnet, darunter auch vier „neue“ Gärten. Da heißt es, rechtzeitig eine Fahrradroute zu planen und auf gutes Wetter zu hoffen, betonen die Veranstalter.

„Gartenroute“ individuell zusammenstellen

Die Homepage der Veranstalter bietet Kartenmaterial mit den Standorten, so dass sich jeder seine „Gartenroute“ selbst zusammenstellen kann. Ab Ende nächster Woche sind im Borkener Stadtgebiet Flyer erhältlich. Wer nicht so lange warten möchte, kann den Flyer schon jetzt herunterladen unter www.gartentage-borken.de.

Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Blick in grüne Oasen der Ruhe

Borkener Zeitung, Bericht vom 02. Juli 2014

BORKEN (tha). „Nichts allzu sehr“ – dieser Spruch am Eingang des Gartens von Ursula und Elmar Jung im Walkerweg ist genau das richtige Motto für die gemütliche blühende Rückzugsoase. Genauso, alles mit Maß und trotzdem mit höchstem Genuss, hat die Rechtspflegerin ihren 850 Quadratmeter großen Garten angelegt.
„Unser Garten blüht immer“, sagte Ursula Jung lachend. „Einiges hat natürlich bereits seinen Höhepunkt überschritten, vieles fängt aber auch an zu blühen.“ Inmitten der bezaubernd riechenden Blütenpracht findet sich auch vereinzelt Gemüse. „Mein Herz gehört aber den Blumen,“ sagte sie. Auch Kunst ist zu finden, ein Fresco hängt an der Wand, in anderen Winkeln überraschen kleine Statuen. Besonderer Stolz der Familie ist aber im Sommer der Platz unter einer alten Kastanie. „Im Sommer ist es der beste Platz in Borken“, schwärmte die Gartenliebhaberin.
An den Gartentagen beteiligte sich das Ehepaar bereits zum siebten Mal. „Es macht Spaß Mitgärtner zu treffen“, so der einfache Grund für die Teilnahme der Familie am jährlichen Borkener Gartenhighlight. Zwölf Garten-Besitzer in Borken, Marbeck, Rhedebrügge und Weseke beteiligten sich an den zwei Schautagen.
Unter den fünf Neulingen war auch die Familie Berger in der Weseler Landstraße. Den 1000 Quadratmeter-Garten nutzt BZ-Redakteur Peter Berger hierbei gerne als Rückzugsraum. „Gärtnern ist wie Journalismus – man braucht manchmal eine blühende Fantasie“, sagte er augenzwinkernd.
Die beweist auch Carola Te Rhedebrügge im Rhedebrügger Eppingsweg. Im Schatten alter Eichenbäume schuf sie in den letzten 14 Jahren mit Mann Thomas und den vier Kindern eine idyllische Bauernhaus-Atmosphäre, wie sie kaum geeigneter für Hochglanzfotos in Zeitschriften wären. „Natürlich muss auch die Garten-Deko zum Bauernhaus passen“, verrät Carola Te Rhedebrügge. „Und: ich liebe Eisen!“ So sind an vielen Stellen Eisenskulpturen zu finden, während es im Kontrast dazu sogar aus einem alten Schrank heraus grünt.
Das bäuerliche Idyll genossen am Wochenende auch viele Radfahrer, die hier Rast machten. Genau wie es sich Familie Te Rhedebrügge wünschte: „Wir möchten, dass die Leute in unseren Garten kommen, sich hinsetzen und genießen. So wie wir es auch tun.“ Dazu servierte man den Gästen Waffeln, Kaffee oder Bratwurst, während mit Spielgeräten auch an die Kinder gedacht wurde. Geht der Erlös daraus wieder in den Garten? „Nein. Den bekommt der Rhedebrügger Kindergarten“, so die Hausherrin.